Kolumne: Was ist bloß aus mir geworden? 2014 vs. 2017


Heute Nacht vielen mir auf meinem Rechner ein paar Bilder in die Hand – sozusagen. Fotos von mir, aus dem Jahre 2014. Zum einen war ich fasziniert davon, wie sehr ich mich verändert habe und zum anderen auch, wie sehr ich mich nicht verändert habe. Eine Sache die mir direkt in die Augen viel… Meine Gewichtszunahme.
Ich weiß, ich bin immer noch dünn, aber 2014 war ich um einiges dünner und ich kann mich erinnern, dass ich mich damals immer als „dick“ bezeichnete…. Und erst heute fällt mir auf, wie dünn ich tatsächlich 2014 war. Wieso ich mich damals als „dick“ empfand lag einfach daran, dass ich auch noch sehr viel dünner als 2014 war. In einem anderen Post hatte ich ja schon erwähnt, das ich unter einer Essstörung litt und diese praktisch erst jetzt ziemlich gut im Griff habe.

Was mir ebenfalls noch ins Auge viel, war, dass mein Stil viel heller geworden ist. Früher trug ich wirklich beinahe nur schwarz… Wenn da ein bisschen Farbe mit drin war, war das schon ein Highlight.
Definitiv sind meine Haare länger :) Und mein Stil ist nicht mehr so Jugendlich/ Kindlich, bin ich der Meinung.

Es ist total komisch alte Bilder von sich zu finden und anzuschauen… Sofort kommen in einem Gefühle hoch, die man noch mit dieser Zeit verbindet. Ich war damals noch viel rebellischer und wilder, wie ich es heute bin, aber auch sehr viel mehr durcheinander und rastloser. Man konnte mich einfach nicht halten, ich rannte immer weg oder ich hatte das Gefühl, mich aus Ketten lösen zu müssen. Ich war so sehr auf der Suche nach Halt, dass ich völlig übersah, was ich eigentlich schon alles hatte. Ich war eigentlich wie ein wildes Tier kann man sagen…
Ich weiß, ich musste da durch… Ich musste einen Weg gehen, den ich verstehe… Und meine Mutter sagt noch heute, ich würde bloß dann lernen, wenn es hart auf hart kommt – und damit hat sie so Recht.

Ich habe mich nicht wirklich verändert in all den Jahren, aber ich bin geistig gewachsen und ich habe mich weiterentwickelt.. Ich bin Selbstbewusster und geerdeter. Ich weiß aber genauso gut, das ich noch einen langen Weg vor mir habe… ich spüre, ich bin noch lange nicht angekommen.
Mein denken über die Welt und mein Innenleben haben sich aber enorm geändert. Wie gesagt, ich bin nicht mehr so unsicher wie ich es früher war und ich kann das ganze Spektrum an Gefühlen zulassen. Früher konnte ich dies nicht… Bei zu viel Nähe bin ich zum Beispiel an die Decke gegangen.. Dies passierte aber bloß, da ich eine Heiden Angst davor hatte, verletzt oder verlassen zu werden.

Eine so große Veränderung am Aussehen ist nicht passiert. Ich sehe höchstens erwachsener aus und das Kindliche ist verschwunden… Aber selbst den Seitenscheitel trage ich an der selben Stelle wie vor  3 jahren. Und meine Augenbrauen sind dicker geworden… Früher trug ich sie immer total dünn, mittlerweile mag ich es wieder natürlich. Und ich finde, ich sah mit 23 Jahren aus wie ein 16 Jähriges Mädel, haha…

Am aller meisten habe ich mich wohl vom Charakter her verändert. Ich bin nicht so arg viel anders, aber ich glaube, das positive ist mehr geworden und das negative weniger.
Wenn ich bedenke, was ein Wildfang ich war…. Heute kann ich meine Mutter verstehen das es nicht leicht mit mir war.
Ich erprobte ständig jede Grenze… ich machte wirklich was ich wollte und wie ich es wollte.

Die Pubertät und mein junges erwachsen sein, prägte sich durch das Suchen nach dem >>Wer bin ich eigentlich?<<.
Ich bin ohne Vater groß geworden und hatte somit meine liebe Mutter. Diese war aber zum Teil irgendwann überfordert mit ihrer wilden Tochter und ich wusste nicht, woher diese wilde und rastlose Seite in mir kam. Ich sehe meiner Mutter unglaublich ähnlich, aber die wilde Seite stammt von meinem Vater… eigentlich sehr vieles habe ich von ihm, aber woher soll man das wissen, wenn man diese Person nicht wirklich kennt in diesem alter?

Ich weiß das viele Menschen ganz genau deswegen so ihre Schwierigkeiten mit mir hatten… nämlich mit dieser Art von mir. Die meisten verstanden nicht, wieso ich einfach nie an Konsequenzen dachte oder es manchmal den Anschein machte, das mir wichtige Menschen und auch ich selbst, total egal seien.

Was mich richtig genervt hatte, waren die Vorurteile. Sobald jemand mitbekam, das ich ohne Vater groß wurde, meinten diese, ich sei Beziehungsgestört, hätte einen Vaterkomplex oder sie dachten, sie müssten mich “retten“. Aber dazu irgendwann einmal mehr :)
Wenn ihr wollt, kann ich auch mal richtig alte Fotos auf Sicherheitskopien raussuchen, als ich so 15-20 Jahre war. Und dann mal ein bisschen auf die ganze Pubertät im allgemeinen eingehen… was sich generell verändert und wie man unterschiedliche Krisen als Pubertierendes Mädchen überwindet… der erste Liebeskummer und und und. Wenn ihr darauf Lust habt, dann lasst es mich gerne mit einem Kommentar wissen, oder schreibt mir bei Instagram oder Instadirekt.
P.S Ich könnte auch alte Notizbücher und Tagebücher etc rauskramen :)

Habt einen schönen Tag ihr lieben :)

Eine Antwort zu “Kolumne: Was ist bloß aus mir geworden? 2014 vs. 2017”

  1. Sven sagt:

    Wow krass, man sieht noch garkein falten ;)

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